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Propaganda – im Krieg und vorher

22.03.2022

Nun jeder kennt das schon zum Sprichwort gewordene Zitat "Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit", welches nicht mehr genau zuordenbar ist. Dies gilt auch für den derzeitigen Krieg zwischen der Ukraine und Russland, nur mit dem Unterschied, dass der Westen den Kampf um die öffentliche Meinung bereits vor Jahren begann, und dies klar anti-russisch. In der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde dies durch die Bemerkungen von Frau Clinton über Russia Today (RT) und dem darauffolgenden Boykott dieser russischen Nachrichtenagentur bei öffentlichen Pressekonferenzen der USA. Aber auch in den anderen westlichen Staaten wurde RT als Propagandaagentur gebrandmarkt – also ob US Today – das US-amerikanische Gegenstück nicht auch auf Propaganda ausgelegt sei.

Doch wesentlicher sind die Aktivitäten im Hintergrund, speziell auf die Ukraine bezogen. Am 3. März 2014 wurde US-Brigadegeneral Joel Harding, der eine dreißigjährige Karriere in den amerikanischen Geheimdiensten hinter sich hatte, zum Direktor des NATO-NSE-Strategiezentrums für die Ukraine ernannt. Harding schrieb das Weißbuch, auf dem die Cyber-Defense-Doktrin des US-Militärs basiert, leistete Pionierarbeit auf dem Gebiet der Cyber-Kriegsführung und entwickelte NSA-Mittel und Methoden. Ihre Aufgabe ist die Verwaltung von IIO (Inform and Influence Operations), die in der Entwicklung von Kommunikationsaktivitäten bestehen, die geeignet sind, "die Öffentlichkeit dazu zu bringen, in einer Weise zu denken und zu handeln, die den Zielen der Mission zuträglich ist". Dies geschieht durch die Anwendung von Wahrnehmungsmanagementtechniken, die auf die Emotionen, Motivationen und Argumente der Öffentlichkeit abzielen. Ein Zeitplan, der Selenskyjs Weg vom TV-Star, der den "guten Präsidenten" im Fernsehen spielt, zum "effektiven Präsidenten" erklären könnte.

Seit Wochen sind die europäischen Staaten, allen voran Deutschland, noch weitergegangen – sie unterbanden per Domainserver technisch den Zugriff per Internet auf RT und Sputnik – die beiden hier bekanntesten Nachrichten – daher auch Propaganda - Web-Sites aus Russland. Feindsender sehen wurde vorher schon per Gesetz verboten, RT-Life wurde aus den Sat-Programmen verbannt. Andere Argumente zu hören könnte ja in der öffentlichen Wahrnehmung schaden. Also der politische Stil der sonst nur anderen unterstellt wird ist auch im Westen nun in Mode gekommen …

Nun, wie wir ja alle aus unseren Mainstream-Media Unternehmen aller Art wissen ist:

  1. RT ist ein russischer Regierungssender, der Propaganda für den Kreml verbreitet,
  2. In Russland niemand den Ukrainekrieg KRIEG nennen darf und
  3. In RT in Deutschland nicht mehr im Internet erreichbar ist.
Faktencheck:

Also entweder RT ist Regierungssender – Oder die haben auf ihrer Startseite über den UKRAINEKRIEG berichtet! Und dies wissen wir ja aus unseren Qualitätsmedien sei verboten in Russland. Nun RT macht sicher genau genauso viel Propaganda wie in unseren Mainstream - Qualitäts (??)-Medien.

RT-Ukrainekrieg

Wer sich überzeugen will:

https://meinungsfreiheit.rtde.life/        https://gegenzensur.rtde.world

Wenn ich Propaganda sehen muss, dann ziehe ich es vor, beide Seiten zu sehen und für mich auf deren Glaubwürdigkeit zu bewerten. Wie steht es mit Ihnen?

 

News und Bemerkungen

08.03.2022

Langsam wird die Struktur der westlichen Welt und NATO sichtbar – „Blinken: Die USA geben Polen grünes Licht für die Entsendung von Kampfflugzeugen in die Ukraine“ … Grünes Licht zur nächsten Eskalation – wie schon hier beschrieben, von wo aus werden die Jets dann fliegen – ukrainischen Basen in Polen? … Mir fällt dazu nur ein „… befiehl, wir folgern“ – wie die Lemminge. Die alte Zbigniew Brzezinski-Falle aus Afghanistan … Und – auch die Trump-Zeit hatte ihre Vorteile – er war auf US-Amerika orientiert, nicht wie die Clinton Jünger auf den Maximalprofit der Rüstungsindustrie und die Russen in die Knie zu zwingen …

Nun auch Olaf Scholz hat seine Weisungen bekommen - 100 Mrd. Euro zusätzlich für Rüstung – und die Lemminge klatschen Beifall …

"Wir in den Institutionen der Regierung müssen uns vor unbefugtem Einfluss – beabsichtigt oder unbeabsichtigt – durch den militärisch-industriellen Komplex schützen. Das Potenzial für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammenwachsen und gedeihen können."

Dwight D. Eisenhower 1961

In den letzten Tagen wurde der erste Satz des Zitats in einer Sendung eines der Kanäle des Mainstreams erwähnt, alles mehr oder weniger in den Bereich der Verschwörungstheorien verbannend genutzt. Der letzte Teil, alles infrage zustellen und kritisch zu hinterfragen wurde nicht mit genutzt – warum wohl, fühlten sich dabei die Redakteure doch unwohl, so wie die Ukraine-Berichterstattung derzeitig läuft?

Dazu passend – Ende Februar (27.?) wurde der baskisch-spanische Reporter Pablo González von Agenten der polnischen Spionageabwehr ABW verhaftet – wegen angeblicher Spionage für Russland. Er wurde mehrere Tage isoliert– ohne Kontakt zu seiner Familie, seinem Anwalt oder gar der spanischen Botschaft in Polen. Er war vorher in der Ukraine und hatte auch im Osten des Landes recherchiert, was der ukrainische Geheimdienst zum Anlass eines Verhörs und dem Rat das Land zu verlassen ansah, aber augenscheinlich seine polnischen Kollegen informierte, die ihn dann festsetzten. Es wurde auch Kontakt zum spanischen Geheimdienst CNI aufgenommen, bei dem jedoch nach wie vor eine überkritische Sicht auf Basken besteht – was die langsamen Aktionen der spanischen Diplomatie erklärt. Verschiedene Verbände und Organisationen der Presse fordern die unversehrte Freilassung des Reporters, in den europäischen Nachrichten wurde der Fall jedoch nur von einigen spanischen Medien aufgegriffen, sonst herrschte das Schweigen im Walde – anders als damals im Falle Yüczel – die Solidarität der WELT fehlt hier.

 

Waffenlieferungen und Medienkrieg

Nachtrag - 06.03.2022: Die russische Informationsseite www.sputnik.com ist wieder online - als anti-russische Seite ausgelegt! Gekapert!

05.03.2022

Der heiße und der kalte Krieg, zwei Seiten der derzeitigen Situation, beide werden vom Westen derzeitig geschürt, mit kurzfristigen Zielsetzungen und langfristigen Folgen. Der Westen scheint es auf eine Eskalation der Auseinandersetzungen anlegen zu wollen.

Im Bruch mit den Jahrzehnten geltenden Regeln hat Deutschland sich wiederum der US-Politik gebeugt und Waffenlieferungen an die Ukraine beschlossen. Deutschland hat so beschlossen 2700 Strelas aus Beständen der ehemaligen NVA, neben anderen militärischen Ausrüstungen, an die Ukraine zu übergeben. Die Lieferungen werden von den USA koordiniert, die bereits am 23.02.2022, am Tag vor dem Einmarsch der Russen in die Ukraine, offen ankündigten acht F-35 atomwaffenfähige Tarnkappenbomber in die Ukraine zu verlegen. Dies trotz der allseitigen Zusicherungen der Regierungen der NATO-Staaten nicht in der Ukraine militärisch eingreifen zu wollen. Putin hat Fakten geschaffen – 6 Stunden nach dieser Ankündigung hat er die Militärbasen der ukrainischen Luftwaffe zerstören lassen. Keine Möglichkeit zur Landung!

Doch zurück zu den Strelas – dies sind sogenannte Manpads – eine schultergestützte Rakete, die Flugzeuge abschießen kann, da sie mittels Infrarotsensoren die Triebwerke eines Flugzeugs verfolgt und dieses dann zerstört. Nun der Westen lernt nie aus – schon im Afghanistankrieg hat die CIA 1986 den afghanischen Mujaheddin 1000 Stinger Manpads geliefert , von denen etwa 350 eingesetzt worden – die fehlenden werden jetzt händeringend weltweit gesucht. Der Gedanke, derartige Waffen könnten in die Hände von Terroristen fallen, die dann Zivilflughäfen mit ihnen „besuchen“, ist furchterregend. Moderne Militärflugzeuge haben entsprechende Gegenmaßnahmen, die Manpads sind also nicht mehr so wirksam, doch Zivilmaschinen haben diese nicht. Man erinnere sich der Aufnahmen einer US-Transportmaschine im Jahr 2019, die beim Anflug auf KIA – Kabul so beschossen wurde, die nur durch die Zündung der Gegenmaßnahmen noch sicher landen konnte, aber es gab auch andere, weniger glücklich ausgehenden Vorfälle. Nun spielt Deutschland – sicher mit den USA koordiniert – wieder die gleiche Karte aus, die sich bereits spätestens 1989 als problematisch erwiesen hat, und dies mit 2700 Raketen, in einer unbekannten Situation der „Volksbewaffnung“ wie sie derzeit in der Ukraine existiert. Ich hoffe, diese Lieferung gerät nicht in verkehrte Hände – nicht eine Rakete von diesen.

Auch die Forderung der pro-ukrainischen Vertreter nach einer Flugverbotszone über der Ukraine erfordert in deren Durchsetzung den direkten Eingriff der Nato – also käme es zu einer direkten Konfrontation von Nato- und russischen Truppen. Dies ist zurzeit allgemeiner Konsens in der Ablehnung einer derartigen Maßnahme, aber der bestand auch für die Lieferung von Waffen in Krisengebiete – und die wurde auch gekippt.

Doch die Eskalation geht noch weiter, man spricht davon Flugzeuge an die Ukraine zu liefern!  Wie will man das tun? Wenn sie in den ukrainischen Luftraum einfliegen werden die Russen sie abfangen, wenn sie bewaffnet sind, und sich verteidigen könnten, dann werden die Luftwaffenbasen von denen sie starten direkt Ziel russischer Aufmerksamkeit, da sie als gegnerische Luftwaffenbasen funktionieren. Wo sollen diese sein – in Polen und Rumänien? Oder gar im Baltikum? So oder so, der direkte Konflikt Russland – Nato wäre damit programmiert.

Ich halte derartige Waffenlieferungen für keine zielführende Maßnahme. Man kann nur hoffen, dass die israelische Vermittlung erfolgreicher ist.

Doch auch an der Medienfront tut sich einiges. Auf fast allen Sendern laufen „Ukraine-Sondersendungen“, heute habe ich den Nachmittag damit verbracht Arte, einen sonst von mir geschätzten Sender, zu sehen. Putin wird in den Medien – O-Ton Arte – als „der Irre im Kreml“ bezeichnet. Auch die gegenseitige Blockade des Internets ist kontraproduktiv – in Russland, als auch im Westen. Dass ich einmal die Ratschläge des Westens für chinesische Dissidenten zurate ziehen müsste hätte ich nicht erwartet, um russische offizielle Web-Sites zu sehen!

Dazu muss man feststellen, dass diese Eskalation auch vom Westen betrieben wurde. Erst hat man russischen staatlichen Medien die Teilnahme an öffentlichen Pressekonferenzen in den USA verweigert – sie wurden als Propagandamedien bezeichnet. Sicher sind sie das, aber was ist Radio Martí und TeleMartí, oder die auch von Deutschland aus sendenden Sender Radio Free Europe/Radio Liberty, und man muss schon die Deutsche Welle mit einbeziehen – sind das nicht auch Propagandasender, aber von westlicher Seite finanziert. Diese wurden von den Russen nicht behindert. Der nächste Schritt war der Entzug der Sendelizenz für RT-TV in Deutschland – was auch auf russischer Seite zu Gegenreaktionen führte. Nun ist es so, dass auch die RT Web-Site ganz im chinesischen Stil per Domain-Name-Server totgelegt wurde. Ist die Russische Propaganda so viel besser als die ukrainische, dass man sie fürchtet? Denn Herr Selenskyj macht doch ebenfalls Kriegspropaganda … Siehe hier! Man will damit die Deutungshoheit über den Krieg sichern, und man macht eins, den mündigen Bürger zu beweisen, dass man sich seiner Propagandawirkung nicht sicher ist.

Nun jetzt als letztes will man nicht mehr aus Russland berichten – die von mit Steuergeld finanzierten „öffentlich-rechtlichen Sender“. Als wenn dies etwas ändern würde, vorwiegend wurde ja über russische Dissidenten und Proteste gegen Putin berichtet, wir werden diese Berichte vermissen, denn auch das ist Russland. Wenn man über die Regierung Russlands berichtete, dann waren die Meldungen meist im Kommentarstil abgefasst – also keine Nachrichten, sondern Interpretationen der Ereignisse.

 

Neues vom Ukraine Krieg

01.03.2022

Nun die Schauspieler sind hoch in Kurs, sie können gut dramatisieren – Besser als Militärs oder Politiker. Die Entrüstung über die Beschädigung des Holocaust-Denkmals in Babyn Jar von Herrn Selenskyj war gut gespielt. In Babi Jar wurden 1941 die Juden Kiews (33.000) von deutschen SS -, Polizei- und Wehrmachtseinheiten ermordet, Männer, Frauen und Kinder, in zwei Tagen. Was Herr Selenskyj dabei vergas zu erwähnen, die "Ukrainische Aufständigenarmee" und ukrainische Hilfspolizei hatten daran einen erheblichen Beitrag. Das sind genau die faschistoiden Bandera-Truppen, die heute von der ukrainischen Regierung als National Helden verehrt werden. Der "Tag des Vaterlandsverteidigers", erst den sowjetischen Truppen – inklusive der in ihr dienenden Ukrainer – wurde von der Regierung auf den Tag der Gründung genau dieser "Ukrainische Aufständigenarmee" verlegt. Ein kleines Detail, was es nicht in die Mainstream Medien geschafft hat, und Selenskyj hatte das ja lediglich vergessen zu erwähnen! Soviel zu faschistoiden Bindungen.

Precht-Kujau-2014Beim Versuch die andere Seite des Krieges, des 2014 beginnenden Krieges gegen die beiden "Volksrepubliken" mir der aktuellen Berichterstattung zu kontrastieren gab es ein eigenartiges Bild, viele der damaligen Links führten, sehr zur aktuellen Darstellung passend ins Leere. Die Berichte waren "Nicht mehr auffindbar". Einige waren noch da, und sollten hier auch dargestellt werden, besonders prominent der Auftritt von Richard David Precht und Harald Kujat von 04.09.2014 bei Maybritt Illner. Viele der damals geäußerten Gedanken gelten heute noch. Sehr ansehenswert!

Fehllinks

Nun hier einige Links zu den Ergebnissen der historischen Rückschau nach 2014 – ich erinnere mich noch recht genau der TV-Bilder von Artilleriebeschuss und Bombenangriffen der ukrainischen Armee auf die beiden Separatisten-Republiken - ebenfalls grauenhafte Bilder, damals hielt sich das Mitgefühl mit den dort lebenden Zivilisten in Grenzen.

heise.de - telepolis
peira.org
ln-online.de
spiegel.de
spiegel.de
ludwigshafen24.de
tagesanzeiger.ch
heise.de - telepolis
Bundeszentral für Politische Bildung

Am Wochenende neu erschien lediglich eine Meldung, dass die Ukraine eine "Ausländer Legion" bilden will, so der Alexei Arestowitsch, Berater des Leiters des ukrainischen Präsidialamtes, ebenfalls von Haus aus Schauspieler. Die Anfänge existieren ja bereits seit 2014 mit den Neo-Nazis aus dem Asow Regiment, auch heute aktiver Teil des ukrainischen Militärs, was auch früher schon in der deutschen Presse kritisch vermerkt wurde. Hier auch einige prominente Links zu diesem Thema, frühere und aktuelle:

aljazeera.com
belltower.news
msn.com
morgenpost.de
deutsche-wirtschafts-nachrichten.de
zeit.de


Abschließend noch eine kritische Bemerkung zu den von der EU und NATO angekündigten Militärlieferungen. Was passiert, wenn neue Flugzeuge von Polen oder Rumänien aus in den Luftraum der Ukraine einfliegen? Werden die NATO-Länder den Ukrainern Militärbasen zur Verfügung stellen? Greifen dann auch die Russen diese ukrainischen Basen im Ausland an? Werden die Russen die Lieferung anderer Waffen in den Westen der Ukraine nicht auch angreifen? Dann haben wir den großen Krieg, diesen sollte wohl keiner in Europa wollen!

Verhandeln, aufeinander zugehen – nicht eskalieren!

Abschließend noch ein Wort zur Abstimmung in der UN-Vollversammlung. Wenn die jetzt treibenden Länder, die diese Beschlüsse der UN-Vollversammlung bezüglich Israel so "erfolgreich ignorieren" – was erwarten sie dann jetzt? Man sollte mit der Umsetzung in der historischen Reihenfolge beginnen!

Israel - Dokumentation: UNO-Resolutionen zum Nahost-Konflikt - Wiener Zeitung Online

 

Was ist Putins Strategie in der Ukraine?

25.02.2022 - 22:10

 Ausgehend von Putins Zielsetzung die "Ukraine zu entnazifizieren" und die "Kriegsakte gegen russischstämmige Ukrainer zu unterbinden", hatte er angekündigt die Ukraine nicht besetzten zu wollen. Die derzeitigen militärischen Ergebnisse legen nahe, dass er dies ernsthaft meint. Die russischen Truppen haben mehrfach vor den großen Städten haltgemacht und sind widererwarten nicht in diese einmarschiert. Nun mag man argumentieren, dass er dadurch auch hohe eigene Verluste vermeidet – sicher richtig. Doch auf der anderen Seite vermeidet er so auch hohe Verluste unter der ukrainischen Bevölkerung in diesen Städten. Dies gilt besonders, nachdem die ukrainische Regierung mit der allgemeinen Bewaffnung der Bevölkerung begonnen hat. Hingegen legen ukrainische Berichte nahe, dass russische Eliteeinheiten in diesen Städten, speziell Kiew, in erbeuteten Fahrzeugen der Ukrainischen Nationalgarde unterwegs sind, da sie im Kommandostil die für sie interessanten Punkte angreifen und durchsuchen sollen. Ziel der Russen scheint es zu sein Militärbasen in der Nähe der großen Städte zu anzugreifen und zu neutralisieren. Dies scheint auch im Vormarsch der russischen Einheiten aus dem Süden, vorbei an Kiew, in Richtung der Luftwaffenbasis Gostomel geht und die Stadt Kiew rechts liegen lässt.

Noch sind die Frontverläufe recht unklar, beide Seiten veröffentlichen kaum entsprechende Nachrichten, doch klar scheint zu sein, dass lediglich um Sumy und Kharkiv die Russen direkt auf die Städte vorgestoßen sind, was aber daran liegen kann, beide Städte befinden sich an großen Straßen in unmittelbarer Nähe der Grenze. Ebenso brauchen die Russen im Süden den Vormarsch auf Kherson ab und haben die Stadt umgangen.

Nun, man muss sehen wie die militärische Entwicklung weitergeht, nach den anfänglichen Erfolgen der russischen Armee hat sich der ukrainische Widerstand erst jetzt verstärkt, da die ukrainische Armee augenscheinlich auf die östlichen Gebiete, gegenüber der beiden selbstdeklarierten Volksrepubliken, konzentriert wurde. Dafür spricht auch, dass sich die Gebietsgewinne im Osten der Ukraine kaum abschätzen lassen, da die Meldungen von dort von beiden Seiten recht lückenhaft und spärlich sind.

Abschließend noch einige Worte zu der in den Mainstream-Medien nur mit Hohn bedachten "Begründungen" Putins die "Ukraine zu entnazifizieren" und die "Kriegsakte gegen russischstämmige Ukrainer zu unterbinden".

Fakt ist, dass der "Rechte Block" in der Ukraine erheblichen Einfluss auf die Politik des Landes nach 2014 nahm, deren Führungskräfte übernahmen höchste Staatsämter – darunter die des Generalstaatsanwaltes. Diese abgehobene Position resultierte aus dem großen Anteil, den diese Bewegung – später Partei, an der Maidanbewegung 2014 hatte. Sie war die Speerspitze der protestierenden Ukrainer gegen Regierungsvertreter, vorwiegend paramilitärisch organisiert. Einher ging diese Entwicklung mit dem "Austausch" der früheren Lenin-Denkmale in der West-Ukraine mit denen die Stepan Banderas. Er wurde unter der Regierung von Juschtschenko zum Nationalhelden deklariert. Präsident Janukowytsch – Nachfolger von Juschtschenko ließ dies per Gerichtsentscheid 2011 rückgängig machen, übrigens der gleiche Janukowytsch, der 2014 aus dem Amt gejagt wurde.

Da die Bandera zeitweise unterstellte Ukrainische Aufständigenarmee (UAA) intensiv mit den deutschen Besatzungstruppen kooperierten, das Massaker von Lemberg wird dieser Truppe zugeordnet, als auch deren Mitglieder in großer Zahl zu den SS-Wachmannschaften der deutschen KZ´s gehörten, wurde dies auch von anderen Staaten, wie Polen, der Slowakei und Israels, als faschistoide Entwicklung verurteilt. Es soll noch erwähnt werden, dass der in den ehemaligen Sowjetländern gefeierte "Tag des Verteidigers der Nation", der den siegreichen Trupen im II. Weltkrieg gilt, von der Regierung Poroschenkow – Vorgänger des aktuellen Präsidenten – auf den 14. Oktober verlegt wurde – auf den Tag der Gründung der bereits dargestellten Aufständigenarmee (UAA). Es soll noch erwähnt werden, dass die UAA von 1945 bis 1956 erst eigenständig, nach Beginn des kalten Krieges, von den westlichen Geheimdiensten unterstützt, aktiv Sabotage und Angriffe auf regionale Funktionäre und Einrichtungen in der Ukraine, Polen und der Tschechoslowakei verübte. Die Angriffe richteten sich auch gegen die Zivilbevölkerung und Juden. Die CIA schätzte, dass 1945 bis 1951 etwa 35.000 Menschen von der UAA getötet wurden. Mitkoordiniert wurden diese Akte von Stepan Bandera, der in München bis zu seiner Ermordung unbehelligt lebte.

Neben diesem neuen ukrainischen Bandera-Kult soll nochmals auf den "Rechten Sektor" und die Partei "Swoboda" verwiesen werden. Die Sturmtruppe dieser ultra-rechten Gruppen ist das Asow-Regiment, welches sich 2014 als Bataillon auf dem Maidan aufgestellt und paramilitärisch ausgebildet wurde, übrigens auch mit US-Hilfe. Das Regiment, für 2017 wird dessen Stärke auf 2.500 Söldner, Ukrainer und ausländische Neo-Nazis geschätzt, wurde dann als Sondereinsatz-Regiment in die reguläre ukrainische Armee eingegliedert. Die Leitungsstruktur blieb personell bis auf einen Anführer unangetastet. Der fehlende Anführer wurde unter dubiosen Umständen erschossen, er hatte sich gegen die Eingliederung zur wehr gesetzt und wollte das Regiment als unabhängige Einheit weiter betreiben.

Das Asow-Regiment ist seit 2014 in der Ost-Ukraine stationiert und kämpft gegen die selbstdeklarierten Volksrepubliken. Viele der Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe nach den Minsker Abkommen wurden von der OSZE, welche die Waffenruhe überwachte, diesem Regiment zugeordnet. Bei diesen kamen von Scharfschützen bis zu Artillerieangriffe vor, die auch rein zivile Strukturen in den selbstdeklarierten Volksrepubliken zum Ziel hatten.

Das Asow-Regiment hat die Wolfsangel-Rune in ihrem Truppenabzeichen, ein von der SS in deren Divisionskennzeichen genutzte Rune – u.a. 2. SS-Panzer Division "Das Reich". Es sind auch Fotos der Truppen mit Hakenkreuzen, auch von neutralen Quellen, veröffentlicht worden.

Nun, dies ist in der Kürze die Erklärung, wieso Putin von einer notwendigen "Entnazifizierung der Ukraine" und von "Kriegsakte gegen russischstämmige Ukrainer zu unterbinden" sprach. Russland ist speziell bezüglich der Geschichte des II. Weltkrieges sehr sensibel, es hatte mit 20 – 27 Millionen, je nach Quellenangabe, die höchsten Opfer zu verzeichnen. Auch daraus sollte sich eine "spezielle Verantwortung für die Außenpolitik" Deutschlands ergeben.

Dass man diese Erklärungen in den Mainstream-Medien unterdrückt macht keinen guten Eindruck!

 

DIE NATO HAT IHREN KRIEG

24.02.2022 - 08:20

Putin hat die Ankunft der F35 Kampfflugzeuge nicht abgewartet! Er schafft Fakten!

Der darunter stehende Beitrag wurde heute, am 24.02.2022 geschrieben, die darin verlinkte MSN-Meldung ist vom 23.02.2022 - 21:26 - Putin hat den Angriff um 3:15 am 24.02.2022 verkündet - Man beachte die Reihenfolge - Putin hat reagiert, bevor die Bomber in der Ukranine sind!

DIE USA ZÜNDELN WEITER!

24.02.2022 - 3:15

Die USA entsenden 8 F-35 Tarnkappen Mehrzweck-Kampfflugzeuge nach kurzem, medienwirksamen Zwischenaufenthalt in der Spangdahlem Air Base in der deutschen Eifel IN DIE UKRAINE! Soviel zu der noch gestern von Politikern aller NATO-Staaten geäußerten Zurückhaltung und nicht-militärischer Antwort der EU- und NATO-Staaten, da die Ukraine kein NATO-Staat sei. Jetzt wohl doch? Jetzt ist die Frage klar beantwortet wer lügt und in Europa zündelt.

Der Kosovo lässt grüßen!!

 

ZUR KRIEGSGEFAHR UKRAINE - RUSSLAND!

Die nächste Stufe der Eskalation

Putins Anerkennung der beiden Separatisten-Republiken sichert eigentlich nur den Status quo – soweit ist Russland nicht mit Südosetien und Abchasien, oder Transnistrien, gegangen. Dies stellt somit noch keine Änderung der derzeitigen Standpunkte dar. Nachdem sich die Ukraine, im Gegensatz zu den Minsk-Abkommen, nicht mit den Separatistenführern auf einen friedlichen Ausweg einigen wollte. Im Westen kaum erwähnt – die Ukraine verabschiedete am 24. März 2021 ein Präsidenten-Dekret - Nr. 117, in dem die militärische Rückeroberung der abtrünnigen Gebiete festgeschrieben wurde. Alle Seiten des Sites - Präsident der Ukraine - haben englische Übersetzung im Angebot - diese nicht! - Für Interessierte sei auf den Google Translator oder den Edge Browser verwiesen.

Selenskyj: "Unsere Soldaten werden bald in Donezk Sefies machen" – eine klare Kriegsandrohung.

Die westliche Rechtsbeugung im Kosovo-Fall rächt sich, wenn auch spät. – nach der damaligen westlichen Logik müssten dann Luftangriffe auf die Ukraine folgen – wie damals auch Serbien. Ich hoffe, soweit geht Putin dann doch nicht. Also: Wer den Kosovo als unabhängig anerkennt muss dies auch mit Donezk, Lugansk der Krim, aber auch den anderen abgespalteten Separatistenstaaten so handhaben.

Bei der Darstellung Russland in unseren Mainstream-Medien würde es mich nicht wundern, wenn man die nächsten beiden Tiefdruck-Gebiete Putin und Medwedew nennen würde und die Hochdruck-Gebiete Biden, Scholz und ...

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Zusätzliche Links

Al Jazeera
Vergleich Ukraine - Russland

NYT
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